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Montag, 14. Juni 2010, 09:49

Die Leidensbedingung derer, die sich noch nicht zum Herrn wegen Seiner Erlösung gewandt haben, schafft oft zwingende Gelegenheiten, dass sie Gott um Hilfe anrufen. Jenen, die das in Wahrheit machen, zeigt Er Seine Barmherzigkeit für ihre zeitliche Notlage und verschafft Gnade für ihr neues Leben in Christus und ihre ewige Bestimmung (Apostelgeschichte 2,21). Aber was ist mit dem zeitlichen Leiden derer, die durch den Geist geboren sind und die Gabe des ewigen Lebens empfangen haben? Welch möglicher Wert könnte in ihrem Leiden liegen? Um einen Teil eines Verses vom Apostel Paulus zu borgen, „Viel in jeder Hinsicht!“ Das Problem ist jedoch, dass die Details von Gottes spezifischer Absicht für das Leiden eines Gläubigen, anders als die allgemeine Betrachtung, mit wenigen Ausnahmen jenseits unserer Wahrnehmungsfähigkeit liegen. Die allgemeinen Absichten jedoch sind in der ganzen Schrift im Überfluss vorhanden.

Gottes Absicht, Leiden im Leben von Hiob zuzulassen, wird uns und ihm deutlich gemacht. Eine engere Beziehung zum Herrn ist das Resultat: „Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und in Asche“ (Hiob 42,5-6). Er entdeckte während seiner Heimsuchung – während seines intensiven Beschäftigtsein mit sich – dass seine persönliche Kenntnis von Gott in großem Maße durch sein selbstsüchtiges Leben eingeschnürt war. Obgleich Gott dem Hiob weit mehr zurückerstattete als Satan in seinem Leben zerstörte, konnte Hiobs materieller Gewinn nicht mit dem zeitlichen und ewigen Gewinn und Wert seiner intimeren Beziehung zum Herrn verglichen werden. Hiobs Leidenserfahrung spricht zu uns über unser Beschäftigtsein mit unserem Selbst, wodurch wir Gott einschränken.

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