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1

Montag, 24. Juni 2019, 08:44

Thema: Verkündet Roger Liebi Arianismus?

Thema: Verkündet Roger Liebi Arianismus?

https://www.youtube.com/watch?v=DiolpVtFrpI

Ab Minute 26

Hier schwätzt Liebi auch wieder mal voll drauf los.
Die Sünde käme über die Vaterline nicht über die Mutterlinie. ....

Mensch ohne Mutter
https://www.bibelkreis.ch/Brinkmann%...e%20Mutter.pdf

Der Herr Jesus Christus wurde durch Gott den Heiligen Geist in der Jungfrau Maria,
nicht mit der Jungfrau gezeugt.
Liebi verkündet hier Arianismus!
Der Herr ist der Mensch vom Himmel! Bibellesen bringt's


https://www.bbkr.ch/forum/showthread.php?t=9020

2

Sonntag, 22. Dezember 2019, 20:13

Benyahmin
Benyahmin ist offline Autor

Registriert seit
06.06.2018
Beiträge
2

AW: Verkündet Roger Liebi Arianismus?

Ich freue mich, dass sich wenigstens einige Menschen im deutschsprachigen Raum mit dem Thema des Leibes Jesu befassen. Es ist ein Thema, was in einer dicken Woke verhüllt ist. Die meissten Leute wissen nicht einmal, was das Konzil von Chalcedon Link durch hpw) war.

Ich habe das Thema seit nun mehr 15 Monaten sehr intensiv studiert. Ich muss sagen, dass ich nach wie vor in neue Gebiete vordringe.

In Bauers "Das Leben im Zeitalter der Apokryphen" und in Theodor Zahn "Forschungen " Band 6 geht es nicht direkt um das Thema. Was aber doch dazu beiträgt sind die Diskussionen um die Stammzugehörigkeit der Maria. Interessanterweise wird dort, also in allgemein theologisch anerkannter Fachliteratur, zugegeben, dass die Stammzugehörigkeit der Maria zu Juda nicht aus der Schrift, sondern aus dem Unverständnis der Heidenchristen hervorging darüber, dass Jesus als Sohn Davids gelten kann, ohne fleischlich, also biologisch, von ihm abzustammen. Die Schrift tendiert recht eindeutig eher dahin, Maria als Levitin vom Stamm Aarons auszuweisen. (Lk 1:5.36) Jesus hat recht eindeutig abgelehnt, der fleischliche Sohn Davids zu sein (Mk 12)

Da liegt letztendlich auch die Crux der ganzen Sache, und der Hauptargumentationsstrom der Vertreter Chalcedons: Die Aussagen dazu, Jesus sei der Sohn Davids, Same Abrahams, entsrungen aus Juda und so weiter. Ich habe das alles eingehend gepfüft und bin zu recht erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

So hat man beispielsweise sehr früh (2. - 3. Jhd n. Chr) Rm 1:3 "frisiert" (Bart Ehrmann - The orthodox corruption of scripture)

"...nämlich das Evangelium von seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch"

Hier hat man das "hervorgegangen" (genomenon ek) durch das Verändern zweier Buchstaben in "geboren von" (gennaomenon ek) in einigen Manuskripten verändert, weil man diesen Vers brauchte, um eben Maria als dem Stamm Juda zugehörig zu erweisen, wobei der Vers eben nur aussagt, dass Jesus aus diesem Stamm hervorging. Und dieses Hervorgehen als "Sohn Davids" (Mt 1:1) wird dem Fleische nach durch die Abstammung Josephs in Mt 1 hervorghoben. Joseph war eindeutig nicht der biologische Vater Jesu Christi. Auch habe ich herausgefunden, dass vor 634 n. Chr. niemand glaubte, dass Lk 3 der Stammbaum Marias sei. Das entsprang der Legende von Juden aus Tiberias, zu finden in der Schrift "Doctrina Jacobi" und wurde von dem Marienverehrer Johannes von Damaskus weiter breit getreten. John Wesley hat es letztendlich viral gehen lassen. Es ist aber absolut unhaltbar. Des Weiteren terminiert der Stammbaum in Lk 3 bei Gott, und Adam stammte fleischlich keineswegs von Gott ab. Es gäbe dazu mehr Beispiele.

In der King James Bibel zum Beispiel "frisiert" man durch die Übersetzung sogar noch drastischer in Rm 1:3 "...Jesus Christ...who WAS MADE of the seed of David". Man übersetzt also ein "genomenon ek", was eigentlich schlicht ein "Hervorgehen", also einen Kanal beschreibt, in "wurde gemacht von", und spinnt dann darum die Irrlehre, Jesus sei irgendwie aus dem Fleisch Marias "hergestellt" worden, und misst dem Ganzen Heilsnotwendigkeit zu. Die Philosophie dazu stammt von Gregor von Nyssa, der meinte Jesus "konnte nur das heilen, was er angenommen hat" und spricht dann von dem "Assumieren", also dem "Annehmen" von Fleisch aus Maria. Auch dies ist konträr zur Bibel die nicht vom "Assumieren", sonderm vom Fleisch WERDEN spricht. Wenn eins zum anderen WIRD, dann ist es nicht "etwas anderes als Essenz angenommen haben". Das erbigt sich aus Vergleichen von Johannes 1:14 (Das Wort wurde Fleisch) mit anderen Versen gleicher Grammatik, in etwa "Wasser wurde zu Wein" und viele mehr.

Die King James Bibel frisiert auch Hebräer 2:16. Hier steht, Jesus habe "sich nicht der Engel angenommen, sondern des Samens Abrahams", in der KJV: "he took no on him the nature of angels, but he took on him the seed of Abraham" (kursiv sind die Einfügungen). Man fügte also 4 ganze Worte in einer Reihe in diesen Vers, um einen "Akt der Hilfe - ein sich dessen annehmen" umzubasteln in "eine andere Natur annehmen", und dies schriftlich zu belegen. Sowas ist schon ein deutliches Zeichen dafür, dass der teufel am Werk ist.

Mir ist insgesamt aufgefallen, dass gerade die King James Bibel sehr stark in Richtung Chalcedon gebogen wurde.

Ich könnte elendig viel dazu schreiben. Ich denke, es ist bald an der Zeit ein Buch dazu auf deutsch zu schreiben.

"Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt." (Joh 6:51)


Im Herrn Jesus Christus
dem Ewigen Gott der Mensch wurde

Benyahmin

ralf-fennig

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3

Donnerstag, 23. Januar 2020, 18:23

Nein, Roger Liebi ist sicher KEIN Arianer - habe von ihm ein paar der besten Lehrvorträge über die Dreieinigkeit gehört die ich kenne.
Man kann sich sicher streiten ob die sündige Natur des Menschen über einen bestimmten Elternteil vererbt wird - oder ob beide Elternteile daran ihren Anteil haben. Aber die größere VERANTWORTUNG trägt immer der Mann.